Ettlingen zwischen Investitionen und Sparzwang

Bürgersaal Ettlingen

In dieser Woche bringt OB Arnold den neuen Haushalt für Ettlingen ein – und tut das unter besonderen Vorzeichen. Zwar erhält Ettlingen aus dem bundesweiten Investitionspaket mit 22,93 Millionen Euro einen der größten Anteile im Landkreis. Diese Mittel helfen uns, wichtige Projekte wie Schul- und Ganztagsausbau, das Feuerwehrhaus „Berg“ und den Hochwasserschutz voranzubringen und die Kreditaufnahme zu begrenzen. 

Gleichzeitig bleibt die Lage ernst: Steigende Kosten, höhere Kreisumlagen und nicht vollständig gegenfinanzierte Aufgaben von Bund und Land drücken unseren Haushalt. Deshalb hat der Oberbürgermeister eine pauschale Bewirtschaftungssperre von zehn Prozent für bestimmte Ausgaben im Jahr 2025 verhängt – ein frühes Gegensteuern, um handlungsfähig zu bleiben. 

Warum ist das so wichtig? Weil eine Stadt, die ihre Ausgaben nicht mehr decken kann, nur noch reagiert statt gestaltet. Sie verliert Spielräume für Investitionen in Schulen, Straßen, Vereine oder Klimaschutz. Kurz: Ohne solide Finanzen verliert eine Kommune ihre Fähigkeit, das Leben der Menschen aktiv zu verbessern. Der kommende Haushalt wird daher ein Balanceakt: investieren, wo es notwendig ist – und gleichzeitig die finanzielle Basis stabil halten. 

Alena Fink-Trauschel 
gemeinderat@fdp-ettlingen.de